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News 2017

Zur miltärischen Lage in der Ukraine

Seit Ende des letzten Jahres haben die Kämpfe in der Ost-Ukraine wieder zugenommen und seit nunmehr 10 Tagen muss erneut von massiven Kampfhandlungen gesprochen werden. Dabei greifen irreguläre nationalistische Einheiten aus der Westukraine, unterstützt durch Einheiten der Kiewer- Regierung mit schweren Waffen,  Stellungen im Donbass-Gebiet an.

Den Schwerpunkt bilden Angriffe auf das Gebiet um die Stadt Awdejewka. Dazu muss man wissen, dass angrenzend an die Stadt die strategisch wichtige Verbindungsstraße zwischen Donezk und Gorlowka verläuft. Neben dem Ziel des Gewinns der Kontrolle über diese Straße durch die ukrainische Regierung wird auch die angrenzende Infrastruktur zerstört. Die Stadt Gorlowka befindet sich unter ununterbrochenem Beschuss. In Awdejewka ist durch den Artilleriebeschuss die Strom- und Wasserversorgung sowie die Heizung ausgefallen, was für die dort lebenden Menschen bei -20°C katastrophale Bedingungen schafft.

Seitens der militärischen Führung des Donbass wird vermutet, dass die Kiewer Regierung die Absicht hat, Gorlowka von Donezk abzuschneiden. Sollte das Wasserwerk in Donezk weiter beschädigt oder zerstört werden, dann sind ca. 2 Mio. Einwohner der Stadt, einschließlich Gorlowka  und Makeewka vom Trinkwasser abgeschnitten, eine humanitäre Katastrophe.

Weitere Ortschaften, wie Schirokowo und Debalzerow sowie an der Süd-Front die Orte Sachanka und Kominternowo, liegen unter ständigem Artilleriefeuer. Infanterieangriffe auf den Ort Dokutschaewsk wurden durch Einheiten des Donbass abgewehrt, der Ort Nowoluganskoje durch ukrainische Einheiten eingenommen. Ukrainische Truppen unternahmen zwei Angriffsoperationen in Richtung Mariupol, nahe dem Dorf Kominternowo. Beide Angriffe wurden zurückgeschlagen. Beim ersten Angriff wurden ein BMP abgeschossen und 20 ukrainische Soldaten getötet. Nach dem zweiten Angriff haben sich die ukrainischen Einheiten auf ihre Ausgangsposition unter Zurücklassung von Toten und Verwundeten zurückgezogen. Zu Mariupol liegt der Aufklärung der militärischen Führung des Donbass ein Befehl vor, wonach die ukrainische Seite einen Artillerieschlag gegen die Stadt plant, um dann den Donbass für den Tod friedlicher Bürger verantwortlich machen zu können. Aus einem Bericht des ukrainischen Generalstabes geht hervor, dass am 29./30. Jan. 2017 in Krankenhäuser und Leichenhallen nach Kampfhandlungen in Selidowo, Krasoarmeiska, Nowytrud und Tschasow 246 Verwundete und 8 Tote eingeliefert wurden.

Neben den dargestellten Kampfhandlungen wurden durch die ukrainische Seite vom 10.01.2017 bis 23.01.2017 16 Züge mit Munition für reaktive Geschosswerfer und 125 mm Geschütze in das Kampgebiet gefahren. Weiterhin wurden aus dem rückwärtigen Gebiet der Ukraine 9 Artillerie Batterien und 6 Batterien Raketenwerfer an die Kampflinie herangeführt. Die Stellungen der 54. und der 72. mechanisierten Brigade wurden mit Infanteriemunition und Artilleriegeschossen versorgt. Darüber hinaus wurden ein Bataillon „Donbass“ und drei Bataillone „Asow“ in das Kampfgebiet verlegt.

Das Heranführen militärischer Einheiten und schwerer Waffen an die Stellungen der Donbass-Ein- heiten durch die Kiewer-Regierung ist durch das Minsker Abkommen verboten und kann nur einem Ziel dienen, der Vorbereitung einer Offensive gegen den Donbass.

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von Internetredaktion (Kommentare: 0)