Unvergessen - Ernst Thälmann wurde vor 130 Jahren geboren

An der Thälmann-Büste am Chemnitzer Schlossteich gedachten am 16. April 2016 rund 20 Chemnitzerinnen und Chemnitzer dem Kommunisten und unbeugsamen Antifaschisten an dessen 130. Geburtstag. Sie ehrten damit einen Menschen, der seine Stimme gegen Krieg und Faschismus erhob und dessen Mahnungen heute mehr denn je Gültigkeit haben. Versuche von Revisionisten gegenwärtiger Prägung, Ernst Thälmann zu diskreditieren, gibt es zur Genüge. Derartige Ehrungen sollen auch dazu beitragen, dem kollektiven Vergessen Paroli zu bieten.

In bewegenden Worten erinnerte u.a. Albrecht Geißler an Thälmanns Leben und Wirken und an seine Ermordung im KZ Buchenwald am 18. August 1944 nach 11 Jahren Einzelhaft. Erna Ziegler umrahmte die Feierstunde mit einem Gedicht, aus dem Russischen übersetzt.

Teddy, wie der Hamburger Transportarbeiter auch liebevoll genannt wurde, hatte an der Spitze der KPD stehend, bereits 1932 mit Leidenschaft gewarnt:" Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler. Wer Hitler wählt, wählt Krieg". Die Wahl Hindenburgs erfolgte mit den Stimmen der SPD. Die antifaschistische Einheitsfront wurde leider erst im blutigen und verlustreichen Kampf begründet. Lange bevor die "Männer des 20. Juli" im Jahre 1944 eine Niederlage Deutschlands im 2. Weltkrieg verhindern wollten.

Die Faschisten fürchteten Thälmann und steckten ihn unmittelbar nach der Machtübergabe hinter Kerkermauern, zusammen mit tausenden Kommunisten, Sozialdemokraten, Bürgerliche und Mitglieder von Religionsgemeinschaften und Bürgern anderer europäischer Staaten.

Gedenken wir derer, die durch faschistische Gewalt ums Leben kamen und erfüllen den Schwur: "Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!"

Raimon Brete, Absolvent der Offiziersschule der Landstreitkräfte "Ernst Thälmann"

von Internetredaktion

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